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Tanz & Kunstschaffende im Gespräch

Frausein, Lust und Frust.

 
© Edi Haberl

© Edi Haberl

 
 

Ursula Graber spricht 5 Sprachen und lebt an zwei Orten. Ihre Tanzstücke kreiert sie in Graz, ihre Liebe in Girona. Wien ist für sie zu groß, und doch voller Inspiration. Studiert hat sie in Linz und Lausanne, an der Anton Bruckner Privatuniversität und an der Fachhochschule der darstellenden Künste 'La Manufacture'. Woman Hood und Starlight Killjoy Coquelicot heißen ihre aktuellen Arbeiten, beide Soli, die vor Feminismus und clownesquer Frauenpower strotzen. Und doch sehnt sich die seit 2020 selbstständige 'Performance-Macherin' nach befruchtender Kollaboration und das Arbeiten im Kollektiv.

 
 

Ursula Graber, geb. 1989 in Graz, kam im Musikgymnasium Graz das erste Mal mit Tanz in Berührung. Mit 15 Jahren verbrachte sie ein Jahr in Peru, eine Erfahrung die sie stark prägte und ihre Entscheidung, nach der Matura Romanistik mit Schwerpunkt Spanisch zu studieren, beeinflusste. Nach dem Abschluss des Studiums und ihrem Erasmus-Aufenthalt in Neapel entschloss sie sich, Zeitgenössischen Bühnentanz und Tanzpädadogigk an der Anton Bruckner Uni Linz zu studieren. In dessen Rahmen verbrachte sie einige Jahre an der renommierten Fachhochschule der darstellenden Künste La Manufacture in Lausanne (CH), der „Labor-Schule“ die ihren Fokus auf Kreation und Improvisation legt.
Seit ihrem Aufenthalt an der Manufacture kreierte Graber 6 Tanzperformances, die national und international gezeigt wurden. 2018 durfte Graber als Tänzerin für den bekannten schweizer Choreografen Fabrice Mazliah im Rahmen des Festivals STEPS durch die ganze Schweiz touren. Heute lebt und arbeitet sie in Graz und Girona (CAT/ES) und fokussiert sich auf das Kreieren von Tanzperformances. Zusätzlich unterrichtet sie Tanz-Improvisation für Bewegungs-Lover. Neben dem Tanz schlägt ihr Herz für Jazz Gesang, nähen und Sprachen. In Grabers Tanzperformances geht es um gesellschaftskritische Themen wie Feminismus, die Rolle der Frau, Sprache und Identität, Natur, Trance und Gemeinschaft. Mit viel Humor und körperlich intensivem Tanz verarbeitet sie diese Motive zu atemberaubenden Performances.
2019 erhielt sie das das Startstipendium für Musik und darstellende Kunst des Bundesministeriums für EU, Kunst und Kultur.
2020 feierte sie ihr erstes abendfüllendes Solo „Starlight Killjoy“ Premiere, das Feminismus mit Burlesque Tanz verbindet. Daraufhin wurde sie zur Barbara Karlich Show zum Thema „Wir Frauen wissen, was wir wollen“ eingeladen. Im März 2021 präsentierte sie ihr zweites abendfüllendes Solo „Woman Hood“, das sich mit ermächtigten Frauenfiguren beschäftigt und an „Starlight Killjoy“ anknüpft.

www.ursulagraber.com